Zukunft prägen – Lehrer/-in werden! Welches Lehramt passt zu mir?

Ihr überlegt Lehrerin oder Lehrer zu werden? Schnell stellt sich dabei die Frage, welches Lehramt studiert werden soll. Unsere Expertin Carolin Neumann und unser Experte Maximilian Haider aus dem Beratungsnetzwerk Lehrerberuf in Bayern geben euch in diesem Blogbeitrag erste Orientierungshilfen für eure Wahl. 
 

Du würdest gerne Lehrer:in werden, weißt aber nicht, welches Lehramt am besten zu dir passt? Erstmal vorab: Keine Angst!

Wir haben uns bei verschiedenen Altersgruppen aus der Grundschule, den weiterführenden Schulen und der Förderschule umgehört, was für die Kinder und Jugendlichen eine gute Lehrkraft ausmacht. Hierbei ist ziemlich klar herausgekommen, dass sich unsere Schüler:innen, egal an welcher Schulform, immer ähnliche Dinge von einer Lehrkraft wünschen.

Was macht eine gute Lehrkraft aus?

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 Also du siehst, was ganz klar geworden ist bei unserer kleinen Umfrage mit den Kindern und Jugendlichen, dass alle die gleichen Eigenschaften genannt haben, was eine gute Lehrkraft ausmacht.

also wenn du empathisch bist, wenn du gern mit Kindern und Jugendlichen arbeitest und und denen obendrein auch noch etwas beibringen willst, dann hast du schon einen Rucksack mit Dingen, die du gut für das Lehramtsstudium gebrauchen kannst.

Wir beide sind jetzt heute hier für dich, um dir ein bisschen die Angst zu nehmen.

Du weißt vielleicht schon, du möchtest im Lehrerberuf tätig sein, du weißt aber nur noch nicht, welches Lehramt passt denn jetzt zu mir.

Das Wichtigste vorweg: Du kannst da nichts falsch machen.

Wir unterrichten zwar unterschiedliche Fächer über verschiedene Jahrgangsstufen hinweg, aber in erster Linie unterrichten wir vor allem Menschen.

Und da hast du eine grundsätzliche Entscheidung schon getroffen.

Vielleicht stellen wir uns einfach mal kurz vor: Mein Name ist Carolin Neumann und ich arbeite an der Förderschule.

Mein Name ist Maximilian Haider und ich bin an der Fachoberschule tätig.

Gemeinsam arbeiten wir für das Beratungsnetzwerk Lehrerberuf in Bayern.

Wenn du also empathisch bist, gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeitest und diesen auch noch Wissen und Werte vermitteln möchtest, hast du schon einen gut gefüllten Rucksack, um Lehramt zu studieren.

Denke dabei immer daran: Wir unterrichten zwar Fächer, aber in erster Linie unterrichten wir Menschen.

Für welche Schulart bin ich geeignet?

Jetzt kommt es darauf an, an welcher Schulart du dich am ehesten siehst, welche Altersgruppe du gerne unterrichten möchtest und was dein Ziel als Lehrer:in sein soll.

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 Wir wollen euch einen kleinen Überblick geben, über die einzelnen Schulformen und ich glaube, es macht Sinn, mit der Grundschule anzufangen.

Ja, auf jeden Fall.

Eine ganz, ganz wichtige Phase im Leben der jungen Menschen.

Dieser Übergang vom Kindergarten hin das erste Mal in die Schule.

Da spielt Aufregung natürlich eine ganz große Rolle Hier habt da eine sehr wichtige Position inne.

Ihr seid für die Kinder da, seid eine ganz wichtige Bezugsperson.

Aber ihr wollt den Kindern natürlich auch Wissen beibringen.

Lesen, Schreiben, Rechnen.

Das ganze auf möglichst spielerische Art und Weise damit diese sensible Phase möglichst gut gelingen kann.

In der Mittelschule ist es ähnlich wie in der Grundschule.

Da gibt es auch das Klassenlehrprinzip und ihr begleitet die jungen Erwachsenen bzw.

die Jugendlichen zum Beruf hin mit einer soliden Allgemeinbildung.

Eine andere weiterführende Schule ist die Realschule.

Ein großer Unterschied zur Mittelschule ist hier, dass ihr nicht Klassenlehrer seid, sondern in der Regel in zwei Fächern eingesetzt werdet.

Dafür aber in mehreren Klassen.

Ähnlich ist es am Gymnasium.

Ihr bereitet die Schüler aufs Abitur vor und unterrichtet quasi zwei Fächer vertieft wissenschaftlich.

Berufliche Schulen ist ein ganz weites Feld.

Ihr könntet an der Wirtschaftsschule eingesetzt sein, ihr könntet an der Berufsschule eingesetzt sein, also ausbildungsbegleitend.

An der Fachakademie, an der Fachschule oder eben an der FOSBOS, wo ihr die Schülerinnen und Schüler bis zum Fachabitur oder Abitur begleitet.

Oder ihr entscheidet euch dafür, Sonderschullehramt zu studieren.

Da gibt es sieben Fachrichtungen Geistigbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, und, und, und.

Da könnt ihr quasi die Schüler individuell fördern und so vorbereiten aufs Leben.

Im Folgenden haben wir dir auch nochmal eine kurze Übersicht über die einzelnen Schularten und deren speziellen „Anforderungen“ an dich als Lehrer:in skizziert:

Bild: Eine Grafik zeigt auf, welche Eigenschaften die jeweiligen Schularten (Grundschule/Mittelschule, Realschule/Gymnasium, Berufliche Schulen und Förderschulen) hinsichtlich des Unterrichtens mit sich bringen.
©Frau Neumann
Grundschule

Als Grundschullehrer:in bist du für viele Fächer in deiner Klasse selbst verantwortlich und stellst für die Kinder eine ganz wichtige Bezugsperson dar. Du hilfst wesentlich dabei, den Übergang vom Kindergarten zur Schule sanft zu gestalten und den Kindern einen guten Start in eine erfolgreiche Schullaufbahn zu ermöglichen, indem du ihnen mit allen Sinnen und anschaulich die Grundlagen im Lesen, Schreiben, Rechnen beibringst.

Mittelschule

Auch an der Mittelschule gibt es das Klassenlehrerprinzip wie an der Grundschule. Als Mittelschullehrer:in vermittelst du den Jugendlichen als wichtiger Ansprechpartner eine solide Allgemeinbildung in mehreren Fächern und unterstützt diese auf ihrem Weg hin zur Berufsausbildung und ihrem Leben als Erwachsene.

Realschule

Ein Unterschied zu den beiden gerade genannten Schularten Grundschule und Mittelschule ist an der Realschule, dass du als Realschullehrer:in in der Regel nur zwei Fächer unterrichtest und auch in verschiedenen Klassen tätig bist. Du bereitest deine Schüler:innen auf ihre Berufsausbildung, auf die Hochschulreife oder das Studium vor und vermittelst eine erweiterte Allgemeinbildung.

Gymnasium

Ähnlich zur Realschule gestaltet sich dein Unterrichtsalltag als Gymnasiallehrer:in. Hier unterrichtest du in der Regel auch zwei Fächer, diese vertieft wissenschaftlich. Du bereitest deine Schüler:innen auf die allgemeine Hochschulreife und vorrangig ein Studium vor.

Berufliche Schulen

Die Beruflichen Schulen in Bayern sind ein weites Feld. Du kannst hier entweder an Wirtschaftsschulen, Berufsfachschulen, Fachschulen und Fachakademien bis hin zur FOSBOS (Beruflichen Oberschule) eingesetzt werden. Hier besticht die unterrichtliche Tätigkeit besonders durch ihren Bezug zur Praxis. Du unterrichtest in der Regel eine berufliche Fachrichtung, wie z. B. Elektro- und Informationstechnik, Wirtschaft oder Sozialpädagogik und ein allgemeinbildendes Fach deiner Wahl, z. B. Englisch.

Förderschule

Oder du entscheidest dich, Lehramt Sonderpädagogik zu studieren. Hier kannst du zwischen verschiedenen Fachrichtungen (z. B. die Schwerpunkte geistige Entwicklung, emotional-soziale Entwicklung, Hören oder Sprache) wählen. Du förderst die Kinder und Jugendlichen in kleinen Klassen ganz individuell und bereitest sie auf das Leben vor. Im Rahmen der Inklusion berätst du auch Lehrer:innen anderer Schularten.

Unsere Tipps, um die Entscheidung einfacher zu machen:

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 Abschließend wollen wir dir noch ein paar Tipps und Tricks nennen, um dir die Entscheidung noch ein bisschen leichter zu machen.

Eine Möglichkeit wäre, dass du uns im Internet besuchst unter zukunftprägen.bayern.de.

Hier haben wir ganz viele relevante Informationen für dich zusammengestellt zu den unterschiedlichen Schularten in Bayern, zu den Einstellungsaussichten, Verdienstmöglichkeiten, usw.

Oder du machst ein Schnupperpraktikum an der Schule oder du guckst dir mal die Universitäten an, die bieten manchmal Schnupperwochen an.

Was uns beiden natürlich sehr am Herzen liegt, ist das Beratungsnetzwerk Lehrerberuf in Bayern.

Hier kannst du entweder mit uns beiden oder mit einer / einem unserer vielen netten Kolleginnen / Kollegen telefonieren und wir helfen dir gerne individuell weiter.

Hier nochmal die Möglichkeiten, die dir auf dem Weg zu einer guten Entscheidung helfen können:

1. Schaue dich doch einmal auf der Seite Zukunft prägen. Lehrer/-in werden!“ um. Hier findest du Filme zu den einzelnen Schularten, Einstellungsaussichten, Verdienstmöglichkeiten und vieles mehr.

2. Oder du machst ein Schnupperpraktikum an einer Schule in deiner Nähe, um ein Gespür für den Arbeitsalltag einer Lehrkraft zu bekommen. Viele Universitäten bieten auch Schnupperstudienwochen an. Hier kannst du in einzelne Studiengänge einen Blick werfen.

3. Vielleicht rufst du uns auch einfach mal im Beratungsnetzwerk Lehrerberuf in Bayern unter der Nummer 089/7208-0885 an. Viele nette Kolleg:innen beantworten dir deine Fragen und können dir auch aus ihrer Erfahrung als Lehrkraft berichten.

Los geht's ... !


 

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 Also los geht's, wir freuen uns auf euch!

Maximilian Haider

Maximilian Haider

Maximilian Haider unterrichtet Deutsch, Politik und Gesellschaft sowie Szenisches Gestalten an einer Staatlichen Fachoberschule, der Lothar-von-Faber-Schule in Nürnberg. Dort ist er auch als Beratungslehrkraft tätig. Herr Haider ist zudem Teil des „Beratungsnetzwerks Lehrerberuf in Bayern“ und arbeitet nebenberuflich als Dozent an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Carolin Neumann

Carolin Neumann

Carolin Neumann ist Studienrätin im Förderschuldienst und arbeitet an einem Förderzentrum geistige Entwicklung in Oberfranken. Hier hat sie bereits alle Klassenstufen von den schulvorbereitenden Einrichtungen, über die Grundschul-/ Mittelschul- und Berufsschulstufe unterrichtet. Ebenso hat sie an einer regulären Grundschule sowie einer Mittelschule eine Partnerklasse nach dem „Coburger Modell“ gemeinsam mit einer Regelschulkollegin geführt. Aktuell ist sie neben ihrer Tätigkeit im Beratungsnetzwerk im mobilen sonderpädagogischen Dienst beschäftigt und begleitet Schülerinnen und Schüler im Rahmen der inklusiven Beschulung.